Pressemitteilung
Wuppertal 11. September 2026
Touring Video erweitert Produktions-Workflows mit Riedel MediorNet und hi
Erstmals setzte Touring Video MediorNet und hi 2019 gemeinsam beim Bau des Produktionsfahrzeugs TV-2 ein. Seitdem ist MediorNet weit über diese erste Installation hinausgewachsen. Heute nutzt Touring Video mehr als 40 MicroN-Nodes und MetroN-Core-Router in mehreren Fahrzeugen und Produktionsumgebungen. MediorNet übernimmt dabei die Verteilung und Verarbeitung von Signalen, während hi die zentrale Steuerung für Routing, Router-Panels und weitere Betriebsfunktionen bereitstellt.
„Bei aller Offenheit für neue Technologien war uns wichtig, dass die Lösung logisch, einfach und vor allem redundant bleibt“, so Doug Armstrong, President, Touring Video. „Was mit einem einzelnen Fahrzeug und einem dezentralen Router begann, ist heute fester Bestandteil unserer Arbeitsweise. MediorNet bildet die Verbindung zwischen unserer Flotte und der Bühne. Wir können unsere Remote-I/O-Frames genau dort platzieren, wo sie für die jeweilige Produktion gebraucht werden – an verschiedenen Positionen auf einer Bühne oder in einem Stadion. Das lässt sich schnell umsetzen, ohne jedes Mal den gesamten Workflow neu planen zu müssen.“
Für den mobilen Einsatz hat Touring Video eigene portable I/O-Frames auf Basis von MediorNet MicroN entwickelt, mit denen Remote-I/O-Nodes flexibel an unterschiedlichen Positionen platziert werden können. Jeder MicroN Remote I/O Frame unterstützt neben 24 3G-SDI-Signalwegen auch Black Reference, MADI und einen Ethernet-Tunnel. Die von Touring Video entwickelten Frames integrieren außerdem DAs und Netzwerk-Switches und bündeln damit die benötigte Konnektivität in einer kompakten Lösung.
Auch innerhalb der Produktionsfahrzeuge bringt die distribuierte Architektur Vorteile. Sie reduziert Punkt-zu-Punkt-Verkabelung, schafft zusätzlichen Platz im Rack und bündelt mehrere Processing-Funktionen innerhalb der MediorNet-Infrastruktur. Touring Video nutzt MediorNet unter anderem für Embedding und De-Embedding, Frame-Synchronisation, Testsignale, Signalidentifikation und Multiviewer-Funktionen.
„Statt Hunderte Leitungen zu einem zentralen I/O-Punkt im Produktionsfahrzeug zurückzuführen, können wir die benötigten 3G-SDI-Anschlüsse genau dort bereitstellen, wo sie gebraucht werden – 24 an einer Stelle, 48 an einer anderen“, so Bill Keskinen, Senior Vice President bei Touring Video. „Die Verbindung zum Fahrzeug erfolgt über leichte, multiplexte ST-Glasfaserkabel. Dadurch benötigen wir weniger separate Fiber Converter, Frame Synchronizer, Testgeneratoren und weitere Hardware. Das spart Platz, reduziert die Verkabelung und damit auch das Gewicht.“
Das flexible hi-Steuerungssystem und die intuitiven RCP-Panels ergänzen die verteilte MediorNet-Infrastruktur. So entsteht eine zentrale Umgebung für die Steuerung der Routing-Workflows. Seit MediorNet und hi unter dem Dach von Riedel vereint sind, sieht Touring Video zudem Vorteile im Betrieb und Support der Gesamtlösung.
„Wir haben hi gemeinsam mit MediorNet in den Workflow integriert, um die Steuerung zu übernehmen – darunter unsere Router-Panels und weitere Betriebsfunktionen“, so Keskinen weiter. „Für uns ist es ein echter Vorteil, dass hi und MediorNet heute zu einem Unternehmen gehören. Ein Team kann das Gesamtsystem im Blick behalten. Das ist für uns wichtig. Der Kundenservice von Riedel und die Stabilität der Produkte waren entscheidende Gründe dafür, dass wir uns von Anfang an auf einen so grundlegenden dezentralen Ansatz eingelassen haben.“
Die Zusammenarbeit zwischen Touring Video und Riedel umfasst auch die Produktionskommunikation. Für seine Intercom-Infrastruktur setzt das Unternehmen seit Langem auf Riedel Artist und nutzt heute Bolero als primäres drahtloses Intercom-System. Zusammen mit MediorNet und hi entsteht so eine breitere Riedel-basierte Basis für Signal-Workflows und Crew-Kommunikation innerhalb der Produktionen.
„Die Kombination aus MediorNet und hi gibt Touring Video die Flexibilität, verteilte Infrastruktur und zentrale Steuerung effizient miteinander zu verbinden“ so Ernesto de la Torre, VP Key Accounts / Motorsports AMS. „Aus einer Installation in einem einzelnen Produktionsfahrzeug ist eine anpassbare Produktionsarchitektur entstanden, die Touring Video über unterschiedliche Shows, Fahrzeuge und Produktionsumgebungen hinweg einsetzen und bei Bedarf weiter ausbauen kann – ohne unnötige Komplexität und ohne Abstriche bei Effizienz oder Zuverlässigkeit.“



