Eurovision Song Contest: Riedel setzt neues Intercom-System für Theater & Event ein

Riedel Communications, einer der führenden Hersteller und Vermieter von Funk- und Intercomlösungen, nutzte den Eurovision Song Contest in Athen, um sein neues Intercom-/Inspizientensystem Performer 32 im Praxiseinsatz zu zeigen. Das digitale Intercom-System wurde kürzlich auf der Messe für Event- und Theatertechnik in Linz vorgestellt und ergänzt Riedels Performer-Produktlinie. Sie ist speziell auf die Anforderungen von Opernhäusern, Theatern sowie Sport- und Kulturevents abgestimmt. In Athen setzte die deutsche Licht-Design-Ikone Manfred „Ollie“ Olma das neue System für die störungsfreie Kommunikation hinter den Kulissen ein.

„Ohne die richtige Kommunikationstechnik im Hintergrund sind moderne Produktionen wie dieser Song Contest undenkbar“, sagte Olma, der für die visuelle Umsetzung der Show verantwortlich war. „Welche Unterschiede die Wahl der Kommunikationsinfrastruktur in der Live-Situation macht, konnte ich bei dieser Veranstaltung erleben, bei der ich erst-mals mit der digitalen Riedel-Technologie gearbeitet habe“, so Olma weiter.

Herz der Eurovision-Kommunikationsinfrastruktur
Das Set-up für den Eurovision Song Contest bestand aus einer zentralen Performer 32 Matrix, die das Herz der Kommunikationsinfrastruktur bildete. An die Matrix waren acht Sprechstellen aus Riedels Artist 1000 Premium-Serie angeschlossen. Deren digitale Anbindung an die Matrix über Koax, CAT5 oder LWL sorgt für optimale Audioqualität und Sprachverständlichkeit, die dynamisch beschriftbaren LED-Tasten sorgen auch in stressigen Live-Situationen für Übersicht. Um auch im hohen Umgebungslärm einer Live-Veranstaltung optimale Kommunikation zu gewährleisten, waren an jede Sprechstelle Riedels stark schalldämpfenden MAX-Headsets angeschlossen. Über diese konnten Manfred „Olli“ Ollma und seine Mitarbeiter am FOH untereinander problemlos kommunizieren.
Die Bediener der vier hinteren Verfolger-Spots sowie der vier Verfolger im Rig waren über Riedels digitales Beltpack-System in die Kommunikationsinfrastruktur integriert. Auch die Kommunikation mit den vier Lichttechnikern in der Dimmer City und in den sogenannten Green Room (der Raum, in dem die Künstler so lange ausharren mussten, bis der Gewinner des Abends feststand) erfolgte über die digitalen Performer C3 Beltpacks mit MAX Headsets. „Die digitale Audioqualität der digitalen Beltpacks in Verbindung mit Riedels schalldämmenden MAX-Headsets ermöglichte uns eine bislang ungekannte Sprachqualität. Das fehlende Rauschen- und Brummen, das für mich bislang immer selbstverständlich war, machte die Arbeit deutlich weniger anstrengend“, so Manfred Olma.

Spezielle Features für den Theatermarkt
Riedel’s neue Performer 32 Matrix tritt die Nachfolge der bis heute im Theatermarkt populären Riedel Compact an. „Unsere Erfahrungen im Event-Vermietgeschäft sowie in zahlreichen Theaterprojekten haben gezeigt, dass in diesem Umfeld vernetzte Systeme wie unsere Premium-Matrix Artist häufig nicht ausgereizt werden. Mit dem Performer 32 Inspizientensystem haben wir eine kostengünstige Alternative entwickelt, ohne auf wichtige Features wie modularen Aufbau, digitale Audioqualität und redundante Netzteile zu verzichten“, so Thomas Riedel, Geschäftsführer der Riedel Communications GmbH.
Das neue Intercom-System kann Matrixgrößen mit 32x32 Nutzern realisieren. Darüber hinaus bietet das lediglich 2HE beanspruchende Performer 32+16 System 16 Relaiswechselkontakte für die Steuerung von Pausenzeichen, Lichtzeichen, Spezialeffekten oder Vorhängen. Der größere Performer 32+80 belegt im Rack 3HE und bietet bis zu 80 Relais-Wechselkontakte. Performer 32 Inspizientensysteme sind kompatibel mit allen Riedel Artist Sprechstellen. Zusammen mit dem Performer C3 Digital Beltpack bietet das Performer-System erstmals eine vollständig integrierte Lösung für die Kombination von Matrix-Systemen und herkömmlichen Party-line-Anwendungen.

Nahtlose Integration von Matrix- und Partyline-Intercom
Die digitalen Performer C3 Beltpacks im im Set-up des Eurovision Song Contests wurden ganz wie ihre analogen Pendants per Daisy-Chain über Mikrofonkabel verbunden. Der Anschluss an die Matrix erfolgte über ein Performer C44 Systeminterface. Das Interface versorgt die Beltpack-Linien mit Spannung und erlaubt die nahtlose Integration des Partyline-Systems in die Matrix-Umgebung.
Die Konfiguration der Partylines erfolgt ebenso wie die des Matrix-Systems per Drag-and-Drop in der Konfigurationssoftware Director. Das komfortable Windows-Programm ermöglicht die zentrale Programmierung und Überwachung des gesamten Kommunikationssystems. Durch die „Live“-Anzeige aller Sprechstellen sind Bedienfehler schnell erkannt und über die Fernbedienbarkeit sämtlicher Sprechstellenfunktionen schnell behoben. Beispielsweise schafft die „Mic-Kill“-Funktion schnelle Abhilfe, wenn einer der Nutzer vergessen hat, seinen Mikrofoneingang wieder zu schließen.
„Überrascht hat mich die Flexibilität, die ein integriertes System aus Matrix- und Partyline-Intercom bietet. Live-Produktionen führen immer zu unvorhersehbaren Änderungen. Mit einem derart integriertem System kann man mit wenigen Mausklicks darauf reagieren. Das übliche Umverkabeln entfällt. Ich denke, dass der Einsatz digitaler Matrix-Intercoms in Kombination mit digitalen Beltpacks im Event-Bereich die Zukunft ist“, ergänzte Olma.

Professionelle Funktechnik von Motorola
Als Drahtlos-Lösung setzte die Installation auf bewährte professionelle Funktechnik aus dem Hause Motorola. Rund 160 Funkgeräte – jeweils mit den motorsporterprobten MAX Headsets ausgestattet – sorgten auf vier Funkkanälen für mobile Kommunikation. Die Funkinstallation war über zwei Riedel RiFace Funkinterfaces mit der Matrix verbunden. Die Verbindung zum Übertragungswagen erfolgte über herkömmliche 4-Draht-Verbindungen. Damit stand für die Gewerke des Eurovision Song Contests ein rundum integriertes Kommunikationssystem zur Verfügung, das flexibel von einer Zentrale aus gesteuert auf die Bedürfnisse der Veranstaltung reagieren konnte.

Veröffentlicht:
Donnerstag, 8. Juni 2006

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